„Weniger Energieeffizienz ist keine ökonomisch sinnvolle Alternative“

Leipfinger-Bader bedauert BEG-Förderstopp und rät privaten Bauherren zu Umsicht und Geduld

Landshut (d-pr): Vergangene Woche überraschte die Bundesregierung die gesamte Bauwirtschaft, indem sie ohne Vorankündigung sämtliche Fördermittel für energieeffiziente Bauten (KfW-Effizienzhäuser) stoppte. Nach ersten Schätzungen sind davon 50.000 Häuser und Wohnungen bundesweit betroffen. Bei der Unternehmensgruppe Leipfinger-Bader (Vatersdorf) bedauert man die Entscheidung, ruft private Bauherren aber gleichzeitig auch zur Besonnenheit auf: „Wer bis dato noch keine Förderanträge gestellt hat, sollte jetzt mit seiner Bank sprechen und auf die angekündigte KfW-Ersatzförderung warten“, erklärt Firmenchef Thomas Bader. Nicht ratsam sei es, zur Deckung der entstandenen Finanzierungslücke an der Energieeffizienz des Gebäudes zu sparen. „Das verursacht langfristig ein Vielfaches an Mehrkosten beim Betrieb der Immobilie und schadet ihrem Wiederverkaufswert erheblich. Weniger Energieeffizienz ist daher keine ökonomisch sinnvolle Alternative“, so Bader. Gleiches gelte auch für den Bau von Mietwohnungen durch Investoren.

Eine böse Überraschung erlebten am 24. Januar viele bauwillige Familien sowie Wohnungsbaugesellschaften: Aufgrund „enormer Antragsflut“ stoppte die neue Bundesregierung mit sofortiger Wirkung sämtliche Fördermaßnahmen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Das betrifft sowohl den Neubau von KfW-Effizienzhäusern (55 und 40) als auch die Förderung von energetischen Sanierungen. Diesbezügliche Anträge werden derzeit nicht mehr von der KfW bewilligt. Beim auf klimafreundliches Bauen spezialisierten Familienunternehmen Leipfinger-Bader löst dies Verwunderung aus: „Die Vorgehensweise des neuen Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministeriums erinnert leider an 2006, als die damalige Eigenheimzulage trotz Warnungen abgeschafft wurde. Das brachte die Bautätigkeit fast zum Erliegen und hat letztlich die Erwerbstätigenquote in unserer Branche halbiert. Daraus sind viele unserer heutigen Wohnraumprobleme in Deutschland entstanden“, erklärt Inhaber Thomas Bader.

In der aktuellen Lage empfiehlt das Unternehmen privaten Bauherren sowie Wohnungsbauinvestoren, keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen: „Die durch den Förderstopp entstandenen Finanzierungslücken sind ärgerlich und oft auch essentiell für die Umsetzung des Bauvorhabens. Wer nicht ,auf Kante‘ plant und unter Zeitdruck steht, sollte noch einige Wochen auf die angekündigte Ersatzförderung der Bundesregierung warten“, rät Bader. Wann diese jedoch kommt und ob sie ausreicht, könne derzeit niemand voraussagen. Keine gute Idee sei allerdings, die Finanzierungslücke durch günstigere, weniger wärmedämmende Baustoffe und -lösungen zu schließen. „Das ist zwar möglich und rechtlich gestattet. Allerdings führen weniger energieeffiziente Gebäude langfristig zu deutlich höheren Mehrbelastungen – insbesondere vor dem Hintergrund aktuell ,nervöser‘ Gas- und Ölpreise. Auch der spätere Wiederverkaufswert der Immobilie wird dadurch beschädigt. Besser ist, durch frühe Gespräche mit der finanzierenden Bank Alternativlösungen zu suchen“, betont Bader.

Sein Unternehmen will daher auch künftig dem Ansatz energieeffizienten Bauens folgen und auf Nachhaltigkeit setzen. Die bundesweite Unternehmensgruppe Leipfinger-Bader – bestehend aus den gleichnamigen Ziegelwerken, dem Fassadenspezialisten „Tonality“ sowie dem Trockenbauplattenhersteller „Lehmorange“ – liefert privaten und gewerblichen Bauherren seit Jahrzehnten hochwertige Produkte und Sonderlösungen für klimafreundliches Bauen und Sanieren. Die in Familienhand befindliche Gruppe produziert mittlerweile an fünf Standorten in Bayern und Rheinland-Pfalz und versorgt von dort aus das gesamte Bundesgebiet. Dabei setzt das Unternehmen nicht nur Standards bei der Entwicklung umweltgerechter Wandbaustoffe sowie Sonderlösungen, wie zum Beispiel im Lüftungsbereich: Leipfinger-Bader war 2020 auch der erste deutsche Baustoffhersteller, der einen geschlossenen Wertstoffkreislauf für seine Mauerziegel gewährleisten konnte. Möglich macht es eine eigens entwickelte Recyclinganlage am Standort Mainburg-Puttenhausen (Bayern), die Ziegelbruch und Dämmstoffe sauber voneinander trennt.

Klimafreundliches Wirtschaften bedarf allerdings auch einer begleitenden Politik, die Planungssicherheit schafft. Hier sieht Leipfinger-Bader noch Verbesserungspotenzial: „Wir haben Ideen und Visionen und sind bereit wohngesunde Lösungen für eine klimagerechte Zukunft zu entwickeln. Das haben wir schon in der Vergangenheit bewiesen. Allerdings kann die dafür nötige Transformation nur dann gelingen, wenn die Politik genau erklärt, wie ihre Ziele lauten und welche Unterstützung sie dazu leisten kann“, erklärt Thomas Bader: „Der überraschende BEG-Förderstopp hat jetzt schon zu einem Vertrauensverlust und wirtschaftlichen Schaden für die Bau- und Wohnungswirtschaft geführt. Das Vertrauen in die neue Bundesregierung und ihre ehrgeizigen klimapolitischen Ziele werden dadurch auf eine unnötige Probe gestellt.“

Dieser Text, die Bautafel sowie printfähiges Bildmaterial sind auch online abrufbar unter: dako pr

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Über die Ziegelwerke Leipfinger-Bader

Die Ziegelwerke Leipfinger-Bader sind das führende Familienunternehmen unter den Mauerziegel-Herstellern in Süddeutschland mit Sitz in Vatersdorf bei Landshut. Geführt wird es in fünfter Generation von Thomas Bader. In der Region steht das Unternehmen für sichere Arbeitsplätze, technische Kompetenz und hohe Qualität. Leipfinger-Bader baut auf diese Tradition – gleichermaßen aber auch auf die konsequente Weiterentwicklung seiner hochwärme- und schalldämmenden Wandbaustoffe.

Neben dem Stammwerk in Vatersdorf unterhält das Unternehmen weitere Werke in Puttenhausen bei Mainburg und in Schönlind bei Amberg. Mit rund 200 Mitarbeitern zählt Leipfinger-Bader zu den leistungsstärksten Ziegelproduzenten bundesweit und fertigt jährlich Mauerziegel für etwa 6.000 Wohneinheiten. Die Mauerziegel werden aus natürlichen Rohstoffen – Ton, Lehm, Naturgestein und Wasser – hergestellt und sind daher ökologisch unbedenklich. Auch bei der Produktion legen die Ziegelwerke großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Stillgelegte Lehmgruben werden renaturiert und bieten so vielen Tierarten neuen Lebensraum.

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