Massive Vorteile bei der Ökobilanz

Nachhaltig bauen mit Leichtbeton

BildDie Nachhaltigkeit verwendeter Baustoffe spielt heute eine zunehmend wichtige Rolle. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass massives Mauerwerk aus Leichtbeton diesbezüglich hohen Anforderungen gerecht wird: So trägt es etwa maßgeblich dazu bei, wertvolle Energie einzusparen – und zwar sowohl in der Nutzungsphase als auch schon während der Herstellung. Darüber hinaus überzeugt die Leichtbetonbauweise auch auf lange Sicht: Nach Abriss der Wände kann der Baustoff wieder recycelt und dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden.

Immer mehr Menschen unterstützen Forderungen nach Klima- und Ressourcenschutz, mit dem Ziel einer zukunftsfähigen Lebensweise. Inzwischen werden die Grundsätze der Nachhaltigkeit auch bei der Planung von Bauvorhaben zunehmend berücksichtigt – nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch bei Kindergärten, Schulen oder Verwaltungsgebäuden. Vor diesem Hintergrund spielt die Wahl des passenden Wandbaustoffes eine wichtige Rolle. Auf den ersten Blick scheinen in Sachen Nachhaltigkeit bestimmte Baustoffe im Vorteil zu sein: So punktet Holz im öffentlichen Diskurs etwa als nachwachsender Rohstoff, der zu Lebzeiten Kohlenstoffdioxid bindet. Wie klimafreundlich eine Bauweise tatsächlich ist, zeigt sich aber erst bei der gesamten Lebenszyklus-Betrachtung.

Ganzheitliche Betrachtung der Ökobilanz

“Berücksichtigt man alle Aspekte – vom Ressourceneinsatz über die Nutzungsphase bis hin zur anschließenden Wiederverwertbarkeit – zeigt sich, dass Häuser aus Leichtbeton und Holzbauten eine vergleichbar gute CO2-Bilanz aufweisen”, erklärt Dr.-Ing. Sebastian Pohl von den Life Cycle Engineering Experts (LCEE, Darmstadt). “Je länger der Lebenszyklus des Gebäudes ist, desto vorteilhafter erweist sich aber die Massivbauweise.” Sowohl bei der Produktion konstruktiver Holzwerkstoffe als auch massiver Mauersteine wird Energie verbraucht – und damit CO2 freigesetzt. Leichtbetonsteine bestehen allerdings aus natürlichem Bims oder Blähton und müssen daher materialbedingt nicht wie andere Mauerwerksgattungen im Ofen gebrannt oder bei hohen Temperaturen gehärtet werden. Diesem Umstand verdanken sie bereits in der Herstellungsphase eine vergleichsweise gute Ökobilanz. “Außerdem entscheidend ist der Energieverbrauch während der Nutzungsphase eines Gebäudes”, führt Pohl aus. “Hier ist Leichtbeton-Mauerwerk aufgrund seiner höheren Wärmespeicherfähigkeit im Vorteil gegenüber Holz.” So können die massiven Außenwände Wärme länger speichern und bei Bedarf zeitverzögert wieder abgeben. Auf diese Weise helfen sie, wertvolle Energie einzusparen – und senken gleichzeitig die Heizkosten. Und auch über die Nutzungsdauer hinaus ist die massive Leichtbetonbauweise umweltfreundlich: So kann der mineralische Wandbaustoff nahezu vollständig recycelt und dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt werden. Altholz aus dem Gebäuderückbau wird hingegen überwiegend verbrannt, wobei das eingespeicherte CO2 und weitere Treibhausgase freigesetzt werden.

Umwelt und Gesundheit etwas Gutes tun

Mauerwerk aus Leichtbeton weist aber nicht nur eine gute Ökobilanz auf, sondern sorgt auch für eine wohngesunde Umgebung. Ein wichtiger Faktor für gute Raumluftqualität ist etwa die Schadstoffbelastung. “Anders als mineralische Baustoffe sind Holzwerkstoffe nicht grundsätzlich emissionsarm, da sie häufig technische Maßnahmen zur Formgebung sowie zum Schutz vor Feuchte und Feuer benötigen”, erklärt Pohl. Dies kann dazu führen, dass sogenannte flüchtige organische Verbindungen (VOC) an die Raumluft abgegeben werden. Da Leichtbetonsteine ausschließlich aus natürlichen Ressourcen entstehen, besteht diese Gefahr hier nicht. “Mauerwerk aus Leichtbeton ermöglicht also nicht nur nachhaltiges Bauen, sondern trägt gleichzeitig auch zu einem wohngesunden Umfeld bei”, fasst Pohl zusammen.

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Ursprünglich als “Verband Rheinischer Bimsbaustoffwerke” im Jahr 1931 gegründet, spricht der Bundesverband Leichtbeton e.V. heute für einen Großteil der deutschen Leichtbeton-Hersteller und die Hersteller der natürlichen sowie industriell hergestellten Zuschlagsstoffe. Seine Organisationsstruktur ist professionell ausgerichtet. Das Präsidium trifft Grundsatz- sowie Finanzentscheidungen in Abstimmung mit dem Beirat. Die Mitgliederversammlung hat – als wichtigstes Organ des Verbandes – insbesondere eine Kontroll- und Wahlfunktion.

 

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